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Amerikaner entthronen deutsche Weltmeister (18.05.08)

Siegen. Gegen Mitternacht erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Die Stimmung war bestens in der Siegerlandhalle, als die Finalrunden der Weltmeisterschaft der Tanz-Professionals angekündigt wurden. ...

... Das Wichtigste für die Fans: Beide deutschen Paare waren bis zum Schluss vorn dabei.

Am Ende jubelten aber doch die anderen. Die neuen Weltmeister heißen Gherman Mustuc und Iveta Lukosiote, eines von zwei amerikanischen Paaren. Vor einem Jahr in Gera waren sie noch zweite hinter den deutschen Weltmeistern Sergej Diemke und Katerina Timofeeva, jetzt wurden sie in der gut gefüllten Siegerlandhalle auf dem obersten Treppchen bejubelt.

Turnierleiter Matthias Fronhoff bedankte sich für die große Fairness des Publikums und wünschte sich, noch oft an diesem Ort moderieren zu können. Ein großes Lob für die Siegerländer und die Organisatoren, die jetzt vor der Entscheidung stehen, ob sie 2009 die Europameisterschaft ausrichten wollen.

Jürgen Tuppeck, mit seiner Tanzschule seit Jahren die erste Adresse für anspruchsvollen Tanzsport und die Ausrichtung von großen Bällen in Siegen, wurde vom Sieg der Amerikaner überrascht. Zweite wurden die Russen Alexander Berezin und Victoria Rudkocskaya, die in diesem Jahr bereits die Europameisterschaft gewinnen konnten. Sie waren durchgehend bei den Lateinamerikanischen Finals am Samstag auf den ersten Platz gewertet worden, die Amerikaner hatten offensichtlich den - noch - besseren Tag am Freitag bei den Standard-Tänzen.

Am Samstag stritten sie sich mit den deutschen Titelverteidigern um Platz zwei und drei, waren in den Augen der elf Wertungsrichter letztlich einen Tick besser. "Schade, dass es so ausgegangen ist. Aber wir kämpfen auch weiterhin bis zum letzten", ließ Sergej Diemke sich direkt nach dem letzten Tanz in die Fernsehkameras vernehmen. Das zweite deutsche Paar Boris Rohne und Madeleine Eppler kam mit einer soliden Leistung wie schon vor einem Jahr auf den fünften Rang.

Gute Stimmung Zwei Tage Tanz-Weltmeisterschaft in der renovierten Siegerlandhalle, das war neben Spitzensport auch gute Stimmung unter den vielen sehr fachkundigen Zuschauern. Dazu kam ein gelungenes Beiprogramm mit Gruppen aus der Region und darüber hinaus.

Aufs Finale eingestimmt wurden die Gäste zum Beispiel mit einer Standard-Formation von Schwarz-Weiß Berlin.

Zwischendurch bestand immer wieder die Gelegenheit für die Zuschauer, zu den Klängen der Feedback Dancing Band selbst auf die Tanzfläche zu gehen. Was auch reichlich genutzt wurde, nicht nur von Bürgermeister Steffen Mues und Gattin.

Die Gäste von Schwarz-Weiß Berlin stimmten auf das Finale kurz vor Mitternacht ein.