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Veröffentlichungen / Presse:
Glitzernde
Kleider beim Profi-Foxtrott (16.05.08)
Siegen.
Die ersten Runden sind absolviert - die Professionellsten der Welt
zeigten gestern bei der Vor- und Hauptrunde der
Tanz-Weltmeisterschaft in der Siegerlandhalle ihr Können. ... Stolze Worte kamen von den Organisatoren Jürgen Tuppeck und Friedrich Schmidt sowie Siegens Bürgermeister Steffen Mues. Von Jana Tilz Die Kleider der Damen waren beeindruckend: glitzernd und schillernd, schlicht und farbenfroh. Die teilnehmenden 21 Tanzpaare der Weltmeisterschaft zeigten sich in vollem Glanz. Beim langsamen und schnellen Walzer, Tango, Foxtrott und Quickstep: Gerade Haltung und lockerer Gesichtsausdruck bei absoluter Professionalität waren gefragt. "Die Amerikaner, Russen, Kanadier und Deutschen sind sehr stark", schätzte Jürgen Tuppeck nach der ersten Vorrunde ein.
Dabei seien die deutschen Weltmeister schwer zu schlagen: Sergej Diemke/Katerina Timofeeva aus Berlin gaben auch gestern alles. Sie in hellblau-glitzernden Kleid, er in Smoking. Den mussten übrigens alle Männer tragen. Nur die Frauen stachen mit individuellen Kleidern heraus. Wobei zu gelten schien: Viel Haut zeigen, glitzernde Kleider, viele Accessoires an den Armen und in den Haaren - und viel Make-up und lange Fingernägel.
Ebenfalls in Kostümen gab es zwischen den professionellen Tanzrunden Siegener Tanzeinlagen: Junge Mitglieder des Kreuztaler TC zeigten Rock `n` Roll-Können, die Tanzschule Tuppeck beeindruckte mit "Alten Tänzen" und der TV Gosenbach präsentierte Hip-Hop unter dem Motto "Together in Motion".
Weiter bei den Professionals: Gekonnt rhythmische Bein- und Fußbewegungen sowie abrupte Kopfdrehungen beim Tango: Jedes Tanzpaar versuchte die 11-köpfige Jury auf ihre ganz eigene Weise zu beeindrucken. Diese stand um die Tanzfläche herum, jeweils ein elektronisches Wertungsgerät in der Hand. "Bei jedem Tanz kann die Jury ein Kreuz für ein Paar machen", erklärte Jürgen Tuppeck. Die Daten gingen dann sofort automatisch an ein Auswertungssystem.
Der Tanzschul-Inhaber hatte übrigens eigens die verwendete Tanzmusik ausgesucht: "Die Paare wissen, was sie tanzen sollen, aber nicht, welche Lieder gespielt werden", so Tuppeck, der mit seinen 50 Jahren Tanzerfahrung weiß, welche Musik geeignet sei. Da sei ein Musik-Patzer wohl verziehen: Während eines Foxtrotts hörte die Musik mittendrin auf zu spielen, "deshalb durften die Paare 30 Sekunden länger tanzen."
Um bei der Weltmeisterschaft mittanzen zu können, müssen die Teilnehmer 6 bis 8 Stunden pro Tag proben, so der Siegener Tanzlehrer. "Natürlich tanzen alle beruflich", verriet er. Das große Geld sei dennoch schwer zu machen: Der Gewinner der WM erhält einen Betrag über etwa 3 800 Euro, der dritte Preis wird sich um 400 Euro drehen.
"Wir können besonders stolz sein, dass die Tanz-Weltmeisterschaft in Siegen stattfindet" - da waren sich Tuppeck und Schmidt einig. Diese Präsenz müsse genossen werden, denn Medien berichten weltweit über die Meisterschaft, betonte Schmidt.
Auch Bürgermeister Steffen Mues betonte gestern Abend seinen Stolz und große Freude, "dass ein solch hochkarätiges Turnier in Siegen ausgetragen wird!" Er übernahm die offizielle Eröffnung: "Vor uns liegt ein besonderes Ereignis in Siegen und ein Tanzturnier auf allerhöchstem Niveau." Heute, ab 14 Uhr, wird die WM fortgesetzt - Ende kurz nach Mitternacht.
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