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Veröffentlichungen / Presse:
Siegen wird Mekka
der Profi-Tänzer (30.11.2007)
Siegen. (mku) "Noch 165 Tage, dann wird das Unmögliche wahr",
sagte Friedrich Schmidt gestern. Der Direktor der Siegerlandhalle
freut sich auf die Tanz-WM der Professionals, die am 16. und 17.
Mai erstmals in "seinem" Haus ausgetragen wird.

Bis 2002 war der jährliche Ball der Tanzschule Tuppeck eines
der Großereignisse in der Halle. Dann war Schluss. Das Ambiente
der "alten" Halle sei einfach nicht mehr vermittelbar gewesen,
sagte Jürgen Tuppeck. Als sich dann die Renovierung abzeichnete,
"haben wir uns 2005 zusammengesetzt", sagte Friedrich Schmidt.
Neben Jürgen Tuppeck saß da noch Karl Breuer mit am Tisch, ein
Glücksfall für die Verantwortlichen in Siegen.
Er habe früher mit Tuppeck unter einem Dach gearbeitet und
kenne Siegen aus dieser Zeit sehr gut, sagte Breuer, der Präsident
des Deutschen Professional Tanzsportverbandes mit Sitz in Köln
ist. Zwölf Jahre lang war er zudem Vize- und später Präsident des
Weltverbandes, das war schon die halbe Miete für die WM in Siegen.
"Natürlich war es ein bisschen problematisch, weil wir die
Meisterschaft auch dieses Jahr schon in Deutschland hatten, im
Rahmen der Bundesgartenschau in Gera", sagte Breuer. Aber es sei
gelungen, über die Einzelheiten werde nicht mehr gesprochen,
lachte er zufrieden.
Etwa 40 Paare werden im Mai in Siegen erwartet, darunter das
amtierende Weltmeister-Paar aus Deutschland. Sergej Diemke und
Katerina Timofeeva sollen nach Möglichkeit ihren Titel natürlich
in Siegen verteidigen, möglicherweise unterstützt vom zweiten
deutschen Spitzenpaar Boris Rohne und Madeleine Eppler. Deren
Start entscheidet sich allerdings erst im März 2008 bei den
Deutschen Meisterschaften. Diemke und Timofeeva sind mit
Bestimmtheit dabei.
Die WM über zehn Tänze gilt als "Zehnkampf der Profitänzer".
Karl Breuer hat sie in seiner aktiven Zeit in den 60-er Jahren
selbst dreimal gewonnen, mit Höchstwertungen in allen Tänzen. "Das
wäre heute gar nicht mehr möglich, da hat sich leistungsmäßig so
viel getan", sagte der 75-Jährige. Das anstrengende Programm mit
je fünf Tänzen in Standard und Latein wird über die beiden Tage
verteilt und durch ein umfangreiches Rahmenangebot ergänzt, in dem
sich auch regionale Vereine und Gruppierungen vorstellen können.
Der Kartenvorverkauf beginnt bereits am Montag, wer ein Ticket
möchte, sollte sich beeilen. "Wir haben schon Anfragen aus allen
Teilen der Welt", sagte Friedrich Schmidt. Von Einzelkarten für
die nachmittäglichen Vorrunden für 10 Euro bis zum Kombipaket für
alle vier Teilveranstaltungen zu maximal 175 Euro wird alles
angeboten. Insgesamt können 6000 Zuschauer untergebracht werden.
Und vielleicht wird im folgenden Herbst auch die seit 2002
unterbrochene Tradition der Tanz-Bälle wieder aufgenommen, wurde
gestern angedeutet. |