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Die 5
Standardtänze
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Langsamer Walzer |
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Der Langsame Walzer, auch unter
der Bezeichnung English Waltz bekannt, ist ein Kind der zwanziger
Jahre unseres Jahrhunderts und lässt in seiner
Bewegungscharakteristik deutlich die Patenschaft des Wiener
Walzers mit seinen Drehungen und die des langsamen Foxtrotts mit
seinen raumgreifenden Schritten erkennen. In dieser Kombination
von schwingenden, pendelnden und typisch wellenförmigen Bewegungen
wird ein weicher und runder Charakter des Tanzes erzeugt. Die
dazugehörige melodiöse und anschmiegsame Musik harmoniert mit dem
Tanz, schafft die notwendige Stimmung und erweckt beim Tanzenden
das angenehme "Waltz-Gefühl".
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Tango |
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Bis 1910 war der Tango einer der
ersten modernen Schreittänze und kam eigentlich als
lateinamerikanischer Tanz, als Tango Argentino de la Plata, von
Argentinien nach Europa. Der Tango entstand aus einem
südamerikanischen Volkstanz, mit Tanzelementen der kubanischen
Habanera und der uruguayischen Milonga versehen. Charakteristisch
ist der Kontrast zwischen harten und weichen Bewegungen, seine
ausgeprägte Dynamik und die enge Partnerbeziehung. Die scharf
akzentuierte Bewegung wird durch die rhythmisch betonte Musik
unterstützt und gibt dem Tanz sein unverwechselbares Gesicht.
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Wiener Walzer |
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Dieser 3/4-Takt Paarrundtanz
entstand im 18. Jahrhundert aus süddeutschen und österreichischen
Ländlerrundtänzen. Um 1790 galt der Wiener Walzer im
revolutionären Frankreich als Ausdruck bürgerlichen
Freiheitswillens und wurde seit 1825 durch die Musik von Joseph
Lanner und Johann Strauß als Wiener Walzer zum europäischen
Gesellschaftstanz. Mit seiner gleichmäßig schwingenden und
kreisenden Bewegung lässt er vergessen, dass nur wenige Figuren
getanzt werden. Darüber hinaus hat es der Walzer geschafft, dass er
seit Anfang des Jahrhunderts bis heute zu den beliebtesten
Gesellschaftstänzen zählt und auch von der heutigen Jugend nicht
verschmäht wird.
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Langsamer Foxtrott |
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Der langsame Foxtrott wurde Ende
der zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts in seiner noch heute
gültigen Grundform festgelegt. Er entstand aus Tanzelementen des
"Rag" und des "Onestep". Im Bewegungscharakter werden
Leichtigkeit, fließende und raumgreifende Gehbewegungen deutlich,
die mit einer typischen leichten Wellenbewegung die Übergänge der
Tanzfiguren fließend gestalten lassen. Der langsame Foxtrott, auf
dem internationalen Tanzparkett auch als Slowfoxtrott bezeichnet,
verkörpert die hohe Schule des Tanzsports.
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Quickstep |
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Der Quickstep wird im Gegensatz
zum langsamen Foxtrott spritzig und voller Übermut getanzt. Er kam
um die Jahrhundertwende von Nordamerika nach Europa und
verbreitete sich sehr schnell. Seine Vorläufer waren Cakewalk,
Ragtime, Onestep und Twostep. Mit dem Quickstep, der auch als
Foxtrott umschrieben wird, entwickelte sich auch die moderne
Tanzmusik. Die Komponisten haben mit dem Foxtrott zahlreiche
rhythmische Kombinationen vorgenommen, wie beispielsweise
Polka-Fox, Rumba-Fox und Rheinländer-Fox.
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Die 5
Lateintänze
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Cha-Cha-Cha |
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Der Cha-Cha-Cha hat
seine Wurzeln in Kuba. Als offen getanzter Schritt des Mambo kam
er in den 50er Jahren nach Europa. Udo Bier aus Wiesbaden, ein
deutscher ADTV-Tanzlehrer, und das Hamburger Tanzlehrerehepaar
Traute und Gerd Hädrich brachte den Cha-Cha-Cha 1955/56 nach
Deutschland. Die schwer verständlich klingende Mambomusik behagte
den Europäern zuerst nicht, vom Cha-Cha-Cha-Schritt waren sie
begeistert. Elemente aus anderen Tanzarten reihten sich auf der
Basis des langsamen Mambo ein und verhalften dem Cha-Cha-Cha zu
einer besonderen Beliebtheit. In Deutschland entwickelte sich der
Cha-Cha-Cha fast zu einem zweiten Walzer, der 1961 in das
offizielle Turnierprogramm aufgenommen wurde. |
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Samba |
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Der Samba ist ein
afrobrasilianischer Tanz und wird den "Latein- und
nordamerikanischen Tänzen" zugeordnet. Entstanden in Brasilien im
19. Jahrhundert, seit 1924 in Europa verbreitet, seit 1959
Turniertanz, seit 1963 im Welttanzprogramm.
"Samba" ist ein Sammelbegriff für an die hundert brasilianische
Tanzarten, die von den in Brasilien eingewanderten Afrikanern,
besonders den Bantuvölkern, mitgebracht wurden. Auch der Samba hat
seinen Ursprung in den kultischen Tänzen Altafrikas.
1914 kam der Vorläufer der Samba, die Maxixe, nach Europa, was
einiges Aufsehen erregte. 1924 gelangte der Samba erstmals nach
Europa. Als Gesellschaftstanz setzte sich der Samba aber erst 1949
durch. Was aber in Europa als Modetanz "Samba" getanzt wurde, war
eine sehr vereinfachte Form der eleganten Grazie der
Original-Samba, denn für den mitteleuropäischen Sambatänzer sind
die den Südamerikanern angeborenen Bewegungen kaum zu erlernen. |
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Rumba |
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Die Rumba ist ein
erotischer Werbetanz aus Kuba. Seine Wurzeln liegen in
afrokubanischen Rhythmen des 19. und 20. Jahrhunderts. Das Wort
Rumba bedeutete ursprünglich Fest oder Tanz. Der erste
Rumba-Schlager erschien 1930 "The Peanut Vendor", die erste
Rumba-Choreografie tauchte 1931 in England auf, die von den
Franzosen und Deutschen übernommen wurde. Die Rumba wurde als
sechster Standardtanz in das Turnierprogramm aufgenommen. |
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Paso doble |
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Der Ursprung des
Paso doble ist in Spanien zu finden. Übersetzt bedeutet Paso doble
"Doppelschritt". Als Weiterentwicklung des Onestep, eines aus
Amerika kommenden Gesellschaftstanzes, der in den Jahren 1912 bis
1925 getanzt wurde, zählt zu den Marschtänzen. Als Twostep, meeist
im Zweiviertel- oder Sechsachteltakt gespielt, ist er als Paso
doble bekannt. Heute zählt er zu den Lateinamerikanischen Tänzen. |
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Jive |
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Der Jive zählt zu
den Nordamerikanischen Tänzen. Seine Wurzeln liegen im
Boogie-Woogie. Der Jive ist eine Kombination aus verschiedenen
Tanzarten. In der ein oder anderen Bewegungsformen tauchen
Jitterbug, Boogie-Woogie und Bebop ebenso auf wie der bekannte
Discofox. Seit 1968 gehört der Jive zum Turnierprogramm der
Lateinamerikanischen Tänze. |
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